Hawaii 2 Feuer

Der Abflug von Vancouver nach Maui begann mit dem Eintritt in den Flughafen-Bereich, welcher unter us-Hoheit steht. Das ist plötzlich eine us-Behörde mitten in Canada und die Stimmung ändert sich schlagartig von sanft-canadisch auf brutalo-us-amerikanisch. Es gibt kaum etwas, das man dort auslassen würde, um die Menschen noch mehr zu demütigen und ihnen zu zeigen, wer die wirklich Mächtigen sind. Es dauert ewig lange und keine Maschine (wie z.B. ein Ganzkörper-Scanner) ist gut genug, um nicht dann auch noch jeden von oben bis unten abzugreifen – und das mit einer derartigen Verachtung, dass man es kaum glauben würde. Nach eineinhalb Stunden waren wir durch und dann konnten wir aufatmen, die wir eine canadische Fluglinie hatten, welche sich wie eine Familie präsentierte und die Passagiere umgehend in Urlaubsstimmung versetzte.

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Nach mehr als fünf Stunden waren wir – nach einem Flug, der nur über Wasser stattfand – dann in Maui angekommen… und ich hatte einige Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach Big Island Hawaii.

Hawaii ist etwas anderes, als bloss ein annektierter Staat der usa. Es ragt heraus als ein Rest des Urkontinentes MU. Und als ich zum „schlafenden“ Vulkan Haleakala hinüberblickte, fühlte ich mich bereits verbunden mit der Feuerkraft, welche diese Inseln formte.

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Vor elf Jahren war ich hierher gekommen, um einiges zu bereinigen, denn Maui ist auch ein Platz, an dem die Einhornkraft (unsere Führungskraft, unsere Reinheit und Schöpferkraft) im gesamten alten Reich von Le-Mu-rien blockiert worden war. Doch die Kraft der uralten Göttin, die Frauenkraft dieser Erde kehrt zurück, um zu beleben, was ausgeschaltet war.

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Gegenüber dem Vulkan von Maui liegt ein „heiliges Tal“, wie ich es nenne: das IAO-Valley. Es ist auch ein „Tal der Könige“, wie es einige gibt… und es ist eines, welches sie einst in Blut getaucht haben. Die Kraft des Wassers aber ist dort eine ganz besondere. Mystisch lag es nun drüben im dichten Dunst, während die Sonne langsam unterging. Über dem Vulkan aber formierten sich mächtige Wolkenwesen.

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Am Gate 1 waren wir angekommen und vom Gate 13 aus ging es dann weiter. Als wir abflogen, begann sich der Vulkan oben zu öffnen … die schlafende Feuergöttin öffnete ihre Augen. Pele wird sie auf Hawaii genannt und man erzählt von ihr vielerlei Geschichten. Eines aber zeigen sie alle: den grossen Respekt vor ihrer ungeheuren Macht.

Tief unten im Ozean hat sich die Feuerkraft eine Öffnung geschaffen und erhalten. Über diese Öffnung aber gebiert sie ständig neues Land in das riesige Gewässer hinein und hält so die Herz- und Feuerkraft der Erde gegenwärtig. Die Inseln von Hawaii sind nur der sichtbare Gipfelpunkt eines geheimnisvollen Geschehens, das kochend und rumorend immer wieder an die Oberfläche tritt, um uns zu erinnern, welche Kraft das wahre Feuer hat.

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In den letzten paartausend Jahren ist besonders die Feuerkraft auf unserem Planeten missbraucht worden: die sexuelle Schöpferkraft der Menschen und ihre Kreativität. Man hat sie in Kriege umgelenkt und gespalten, bis sie ihnen ins Gesicht explodiert ist. Doch das Kapitel der „verbrannten Erde“ wird nun zu Ende gehen. Pele öffnet sich – für Heilung und sie wartet auf eine schützende Hülle für die überbordende Kraft, die sie braucht, um der verbrannten Erde ihr wärmendes und leben-spendendes Feuer zu erhalten.

Sie schaute mich an, als wir Maui verliessen. Und sie schaute mich an, als wir der grossen Insel entgegen flogen. Ich wusste, dass sie wartet … und es wird nur mehr wenige Stunden dauern.

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Fortsetzung folgt!

Als ich in Hilo (der Hauptstadt von Big Island) gegen Abend angekommen war, bekam ich ein erstes „Bild“ von dem, was in den nächsten drei Tagen hier zu machen sei. Vergeblich versuchte ich für den kommenden Tag eine Tour zu Pele’s aktivem Vulkan im Süden zu organisieren und ich begann zu verstehen, dass es dazu einer gehobeneren Hotel-Kategorie bedurfte, als mein kleines „Inn“ es darstellte. Ich war damit scheinbar automatisch „dis-qualifiziert“. Doch es war eine gemütliche kleine und familiäre Unterkunft, die ich mochte. Und von ihr aus konnte ich praktisch alles für mich Wichtige sehr gut erreichen.

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Bushaltestelle in Hilo: ein grosser Banyan-Baum…

Also ging es am nächsten Morgen ganz früh mit dem öffentlichen Bus los und eine sechzig-Kilomenter-Fahrt konnte da schon mehr als zwei Stunden dauern. Es war kalt dort, denn nach „amerikanischer Manier“ verwendet man Klima-Anlagen, um die Menschen schock-zu-gefrieren, statt einfach ein wenig abzukühlen.

Pele aber „fackelte“ trotz allem nicht lange herum, sondern kam sofort zur Sache, als wir mit dem Blick auf den viertausend Meter hohen Mauna Loa Vulkan dem Kilauea Vulkan entgegen fuhren. Ernst war sie und überaus emotional. Sie pfauchte, glühte und kochte über, als sie mir ihre Geschichte erzählte und auf ihr Land zeigte, das noch übrig blieb. Zwischen ihren Worten war aber auch ein wenig Stolz zu hören… auf die Kraft, die sie sich bewahrt hatte – trotz allem, sagte sie und paffte. Und ich hörte ihr einfach zu.

Kalt war es auch am Eingang zum Besucher-Zentrum, an dem der Bus hielt und ich war froh, dass ich eine entsprechende Kleidung mitgebracht habe. Hier war die Höhenlage spürbar.

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Als ich ihr Land betrat, war Pele plötzlich ruhig. Kurz versuchte ich mich über die Wanderwege zu informieren, von denen es zurzeit nur wenige gab, da der Vulkan gerade sehr aktiv war. Und eigentlich ging ich dann einfach los und liess mich von Pele leiten. Aber war es wirklich nur Pele?

In meiner Hand hielt ich den Lapislazuli und dann noch einen hellen Stein von der Sunshine Coast in Canada, der die Einhornkraft repräsentierte. Während der Nacht war er am „Herzen“ des blauen Steines gelegen, welcher ihn wie eine Mutter in ihre Arme genommen hatte.

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Somit hatte ich zu Pele eine „kühlende“ Begleitung und eigentlich war sie es, die mir „den Weg“ weisen sollte.

Vor mir lag nun jener Krater, aus dem ständig Rauch hervor kam und in den Tiefen des Ozeans rumorte es. Er spülte Erinnerungen hoch aus der fernen Vergangenheit des Planeten und sie werden nun wohl wichtig werden.

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Im Hintergrund erschien der grosse Mauna Loa wie ein flacher Hügel, während sich alle Aufmerksamkeit auf den Krater-Kessel hier konzentrierte. Mein Weg begann mit der Umrundung des „kleinen Krater-Kessels“ vor dem „grossen Krater-Kessel“ – was ich jedoch erst langsam realisieren sollte. Bald schon ging er in einen schönen Farn- und Regenwald hinein und auf weiten Strecken war ich ganz alleine dort. Die meisten Touristen wurden zu bestimmten Ausblickspunkten hingefahren und das war es dann auch für sie. Doch meine Aufgabe war eben eine andere.

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„Das Steissbein“ hörte ich es immer wieder flüstern, als mein Blick zum „kleinen“ Kessel unten frei wurde. Und erst nach einer Weile begann ich zu verstehen… die Sternensaat… im unteren Teil unserer Wirbelsäule… die Feuerkraft, die dort aufsteigt, wenn alles seiner natürlichen Entwicklung folgt… Und der verbrannte Kessel dort unten. Pele stöhnte. Ihr Schmerz war gross.

Auch unter unserem Steissbein ist die Sternensaat gespeichert, welche gezündet werden sollte durch das Feuer des Lebens… das „Pele“ jedoch zurückhalten musste (so gut sie es vermochte), weil es zerstörerisch geworden war. Trotz der Kühle des Waldes war mir nun heiss geworden und es fühlte sich an, als würden meine Zellen in dieser Hitze zu schmelzen beginnen. Ein Feuer, das nicht aufsteigen kann, wird eben zerstörerisch und es schmilzt alles, was ihm in die Quere kommt, in den Boden hinein. So sieht es momentan aus – in uns und überall auf dem Planeten.

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Doch eine andere Kraft ist bereits da… und sie zeigt uns den Weg heraus aus diesem Dilemma. Ich halte ihren Stein in der Hand und sie führt mich. Ihre Energie ist zart und fein und dennoch sehr mächtig.

Als ich aus dem Lava-Tunnel herauskam, den man dort besichtigen kann, wusste ich, was ich zu tun hatte. Doch es sollte noch ein weiter Weg werden – ausgestattet mit einem Wanderstock, um mein verletztes Bein zu schonen. Pele hingegen war schonungslos. Für sie stand nun alles auf dem Spiel.

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Bald schon änderte sich die Umgebung und der kühlende Farnwald wich einer kahlen und harschen Vulkan-Landschaft. Und es dauert nur kurz, da ging auch der Weg über diese glasig-knirschenden Lava-Flüsse, die erkaltet und dennoch ziemlich heiss waren. Die Umrundung des “kleinen Kessels” war vorbei…

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… und Pele paffte und rauchte in der Ferne, während ich über ihre verbrannte Erde wanderte, um zu jenem Platz zu gelangen, an dem der „alte Knoten“ geöffnet werden konnte, der Verbindungspunkt zwischen „Steissbein“ und „Kreuzbein“. Das ist ein heikler Punkt, denn über ihn wurde „gekreuzigt“ und „gedreht“. Wir kennen das schon. Und seither ist die Aufrichtigkeit unserer Körperachse verloren gegangen – genauso wie es mit der Erdachse geschehen ist. Wie im Kleinen, so auch im Grossen.

Es wäre keine Arbeit mit Pele gewesen, wenn ich einfach so dahin-wandern hätte können. Doch hier ging es um Details und um jeden einzelnen Schritt – wenn auch die sich aneinander reihenden Schritte bereits einige Kilometer Wanderung für mich bedeuteten.

Das Knirschen unter meinen Füssen wurde intensiver und überall zeigten sich Spalten, Risse, Öffnungen… von der Wucht eines ihrer Ausbrüche. Doch Pele schwieg … und sie lauschte mit mir jener Kraft, die aus einer so unendlichen “Höhe” kam, dass sie kaum mehr spürbar war. Es ist diese Einhorn-Kraft, welche unsere höhere Führung und unsere Reinheit als Seele und als Planet repräsentiert.

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Der Mauna Loa im Hintergrund der beiden letzteren Fotos…

Langsam näherte ich mich dabei dem „grossen Kessel“, dem Kreuzbein – welches über die Bewegungen des Steissbeins das Feuer empfängt und dann nach oben leitet und umgekehrt dann wieder nach unten, in einem ewigen Kreislauf. Doch genau dieser Kreislauf war unterbrochen worden… genauso wie nun meine Wanderung unterbrochen wurde durch eine Absperrung genau an diesem Punkt: „Danger – Gefahr!“ hiess es da.

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Als ich in den Kessel hineinblickte, ging ein Zittern durch meinen Körper und ich spürte die Macht und Ohnmacht dieser elementaren Kraft des Feuers. Doch über mir bewegte sich nun etwas und es wartete… auf seinen Auftrag.

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Fortsetzung folgt!

Pele ist die rohe Urkraft des Feuers und die hat in Hawaii ein beinahe persönliches Antlitz… Wo auch immer sie sich zeigt, versetzt sie die Menschen in Ehrfurcht und oft auch in Schrecken. Und je mehr sie ihre eigene Feuerkraft vergessen, desto mehr meiden sie sie auch.

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Da war nun dieser grosse Kessel, in dessen Zentrum der Rauch von Pele entweicht und oftmals auch ihr heisses Blut überquillt. Wo aber Lava über das Land fliesst, ist es starr geworden. Es ist wie verbrannte Haut, welche grossflächig vernarbt die ursprüngliche Dehnbarkeit und Lebendigkeit verloren hat.

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Pele’s Feuer braucht Kultivierung und Verfeinerung. Mit der rohen Drachenkraft war es dasselbe. Sie hat viel Zerstörung über die Erde gebracht, bis sie gelernt hat, den Tanz des Lebens zwischen den Polen zu tanzen.

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Pelebild: Kilauea-National-Park

Wir waren uns wieder sehr nahe gekommen, Einhorn und ich – nach den tausenden von Jahren tiefer Verletzungen aufseiten der Drachen-Erdhüter, welche sie unempfänglich machten gegenüber ihrer wahren Macht, die sich immer wieder als Einhornkraft präsentierte. Und jetzt waren wir da, um die Kraft der Elemente zu befreien, damit wir Menschen sie wieder lenken lernen können… anstatt uns vor ihnen fürchten zu müssen, wie in den langen Jahrtausenden der Dunkelheit, die gerade zu Ende gehen.

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Sobald wir wieder zu den machtvollen Bewohnern der Erde werden, als die wir ursprünglich gekommen sind, werden uns die Elemente im Dienst an der Erde auch gehorchen. Und wir haben dafür jetzt eine sehr kraftvolle Unterstützung.

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Ich spürte den „Wind“, der kühlend über meinen Kopf strich und wusste, dass das Einhorn bereit war. Ich warf den Stein, welcher seine Befreiung symbolisierte… und es dauerte lange, bis ich ihn unten am Kraterboden auftreffen hörte.

Dann begann sich etwas hinein zu weben in die gerade noch rauhe Wirklichkeit von Pele’s Reich – ein neues Muster, das zwar deutlich spürbar, aber in keiner Weise noch sichtbar war.

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Der Einhorn-Stein markierte nun den Drehpunkt zwischen dem Steissbein-Pendel als Rhythmusgeber und dem Sacrum[1], dem heiligen Knochen-Tor am Rande des grossen Schöpfer-Kessels von Pele, in welchem das Feuer jetzt verfeinert wird, das dann im Dienst an der Schöpfung eingesetzt werden kann.

Etwas hat sich dabei auch gedreht und es war wieder, als würde ein Schlüssel das Schloss öffnen, das lange versperrt gewesen war – ähnlich wie in Ägypten. Hier aber ging es um das Feuer, welches die Sternensaat der Menschheit und des Planeten, die dort frei geworden ist, nun zum Wachsen und Reifen führen wird.

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Und Pele antwortete unverzüglich… Dichte, blaue Wolken stiegen nun eindrucksvoll aus ihrem Kraterbauch empor und sie bebte für eine Weile vor sich hin. Sie schien sich bereit zu machen für ihr neues Abenteuer. Eine heftige Sturmböe erfasste die Ebene, auf der ich stand. Helikopter begannen zu kreisen.

Ich kehrte um und begab mich zurück auf den langen Weg, den ich gekommen war. Stellenweise haderte ich ein wenig mit Pele wegen der Rauheit, die sie mir gegenüber an den Tag legte. Zwinkernd schaute sie mich an und meinte, dass eben geprüft werden müsse, wer mit dem Feuer spielen wolle. „Mit dem Feuer spielen?“ dachte ich. Aber es war eben ihre Art von Humor.

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Dann tauchte ich wieder in jenen grünen Tropenwald ein, der den kleinen Kessel rundherum säumte. Ein Pendeln war zu spüren und es brachte einen Rhythmus in Pele’s Körper, der neu war.

Wie im menschlichen Körper jenes Zellenbündel am Steissbein liegt und von seiner Bewegung lebendig gehalten wird, welches in den ersten Sekunden unseres Lebens entstanden ist, so bringt nun der Einhornstein Pele’s Ursamen in Bewegung, durch das Feuer, das nun wieder seine Kanäle finden kann – ein Feuer, das nichts mehr verbrennt. Pele spürt es und sie richtet sich auf. Erst jetzt wagt sie ihre ganze Grösse zu zeigen.

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Die menschlichen Urzellen sind die Blaupause der Seele, welche sie in den Körper hinein entfaltet, um in diesem materiellen Gefäss ihre göttliche Kraft zu kultivieren und auszudrücken. Der Körper sollte dabei „die Mutter“ der Seele sein, welche sie nährt und ihre Entwicklung ermöglicht, so wie Pele die Mutter und Göttin des Feuers ist. Genau das aber ist im letzten Zyklus unserer Entwicklung in unglaublicher Weise sabotiert und gestört worden.

Noch immer sind wir überwältigt von der Tatsache, dass es hier Wesen gibt, die uns bewusst hintergehen und ihr Tun so darstellen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Und viele wollen zu dieser Wahrheit erst gar nicht erwachen. Zu schmerzvoll wäre es für sie. Deshalb ziehen sie es auch vor, weiter zu schlafen.

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Unsere Körper sind mehr als nur starre Materie. Sie haben einen Rhythmus, der durch alles geht – in einem fort und bis über den Tod hinaus. Man nennt ihn den cranio-sacralen Rhytmus und er ist im gesamten Universum derselbe. Er ist wie ein Atem, welcher alles miteinander verbindet.

Der lange Weg um den kleinen Kraterkessel wurde leichter, als Pele begann, diesen Rhythmus aufzunehmen und mitzuschwingen. Ihr Stolz kehrte zurück, als ich ihr versicherte, dass auch Zerstörung ein Teil ihrer Aufgabe sei. Denn Neues kann nur entstehen, wo das Alte aufgelöst wird. Je mehr sie in ihrem Rhythmus schwingt, desto klarer wird sie wissen, wann der Zeitpunkt der Zerstörung gekommen ist, der einen fruchtbaren Boden für eine neue Entwicklung bereitet.

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Die letzten Kilometer durch den Farnwald war ich alleine unterwegs… und ich spürte, wie die Feuerkraft unter diesem Land nun feierlich still geworden war. Wir beide, Pele und ich blickten schweigend nach oben und ein zarter, hellblau-weisser Mantel schien sich über uns zu legen.

Die Inseln von Hawaii erschienen nun als die Urzellen der Erde, welche einsam im grossen Ozean treiben. Darunter aber liegt MU, der Urkontinent, auf dem sich einst die Blaupause für diesen Planeten entfaltete. Und er begann wieder zu schwingen… im uralten Rhythmus, verbunden mit allen Dimensionen und Äonen.

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Pele aber versuchte hier das Feuer zu halten, selbst dann, als es immer unmöglicher erschien. In ihrem unteren Kessel brodelt und brennt es noch immer und über ihre beiden Hauptkrater, die wie grosse Brüste die Insel dominieren, versucht sie Nahrung zu geben, wo es wichtig und notwendig ist. Diese Mutterkraft ist überall hier spürbar.

Freilich hat sie sich dabei selber oft in der wütenden Glut verbrannt. Mit der Einhorn-Energie aber kehrt sie nun zurück als der feurige Teil der grossen Göttin, die auch in jedem von uns wohnt.

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Der Bus kam spät… und so hatte ich Zeit, um die intensive Arbeit mit Pele, der Feuergöttin, abzuschliessen und gleichzeitig den Faden aufzunehmen für den nächsten Schritt.

Je weiter wir nach Norden kamen, desto intensiver zeigten sich bestimmte Wolkenformationen. Es war, als würden „die alten Könige“ kommen, um der grossen Mutter zu huldigen, welche die Feuer- und Wasserkraft in sich vereint, in der Erde lebt und mit dem Wind spielt. Und morgen sollte es im Norden oben auch weitergehen…

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Zurück im feucht-schwülen Klima der Hauptstadt wurde ich mit einem indischen Abendessen verwöhnt – bevor dann die Vorbereitung für den nächsten Tag zu machen war. Überaus müde nahm ich zur Kenntnis, dass es auch dafür keine organisierte Tour geben würde. Doch ich war erleichtert, als man mir ein Fahrrad zum Mieten für morgen angeboten hat.

Wie auch in der Nacht zuvor begann es wieder zu schütten und die Luft kühlte sich ein wenig ab. Sprachlos nahm Pele ihren neuen Thron nun ein… und sie erzählte mir während des Schlafes ihre Geschichte der Ächtung und des Ausgestossen-Werdens, als sie versuchte, ihrer Natur entsprechend zu leben. Diese Zeit sei nun zu Ende, versicherte ich ihr… und sie konnte es kaum mehr erwarten, bis ich erwachte, um sie mit dem zweiten Teil ihrer Kraft wieder in Verbindung zu bringen.

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[1] im Deutschen wird dieser Knochen, der aus mehreren Teilen besteht, eben „Kreuzbein“ genannt – und es macht klar, was man da aus dem ursprünglich Heiligen gemacht hat: es ist zum „Kreuz mit dem Kreuz(bein)“ geworden und damit zum Leiden am Leben…

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