Donau 1

Vor meiner Reise entlang der Donau war – ausgelöst durch den Tod eines (auf mehreren Ebenen) wichtigen Menschen und die Umstände seines Todes – die Stadt Linz (an der Donau) noch einmal zu bereinigen… Die dunkle Kammer nämlich, welche besonders im zweiten Weltkrieg zu einem Zentrum geworden war, dessen Geheimnisse wir noch lange nicht alle kennen.

Ein Lapislazuli tauchte auf, den ich aus irgendwelchen Gründen vergessen hatte und der wie in einem tiefen Schlafzustand die Arbeiten mit den anderen Lapis-Kristallen überdauerte – bis seine Zeit gekommen war.

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Es rückte dann auch ein Platz in den Vordergrund, der sich ebenfalls an der Donau befindet und der schon in den letzten beiden Jahren immer wieder ein „Schlüsselplatz“ für verschiedene Arbeiten war. Der Lapis jedenfalls ist dort „heiss gelaufen“.

Und immer wieder war dazwischen der Donau-Fluss auf allen Ebenen zu reinigen…

Dann sind Dinge abgelaufen, welche die Richtung der kommenden Sommermonate bestimmen werden und wohl noch weit darüber hinaus: Anfang Juni wurde mittels eines dunklen Rituals von der geheimen Elite der Zugang zur Hölle eröffnet – was sie uns freilich niemals so sagen würden. Vielmehr sprach sie von einem Herzen. Doch begann man dabei bereits zu stottern, um dann diesbezüglich in endgültiges Schweigen zu verfallen.

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Bis zu ihrem ebenfalls geheimen Treffen ein paar Tage später in Deutschland war dann der Fluss zu schliessen, sodass sie nicht mehr darauf zugreifen konnten. Zeitgleich mit dem Treffen begann im Nachbarland das grosse Fussball-Spektakel, dessen Regie (aber schon seit ewigen Zeiten) ebenfalls dieselbe Elite führt und die vor allem ständig Milliardenbeträge dort hinein verschiebt. Aber es war gelungen: die Ablenkung war perfekt. Brot und Spiele ist das, worauf sie sich verlassen kann…

Der tiefe Klang des Baches in meiner Nähe aber begann zu warnen. Das war Mitte Juni… und ein ständiges Brummen lag (gut hörbar während der Nacht) über dem Land. Die Zeit war gekommen, da viele von uns ihre „Position“ (wo immer die auch war) einnehmen mussten. Etwas lag in der Luft… und „die Donau begann zu rufen“. War noch etwas zu tun? Ich durchforstete die Arbeiten der letzten beiden Jahre… aber es war alles getan. Hingabe an das, was kommt, sei jetzt wichtig – hiess es. Wir hatten eine neue Ebene erreicht, eine neue Etappe im Prozess der Transformation.

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Sommersonnenwende und Vollmond verbrachte ich dann an einem Platz, der von Riesen gehütet wird, der jedoch völlig in der Hand jener Mächte ist, welche momentan noch „die Welt regieren“. Und das hat seinen Grund. Denn Riesen sind immer die Hüter der Gralskraft… und da hat man mit allen Mitteln versucht, den Zugang zu versperren und deren weiblichen Teil zu vernichten, nur um dann die vorhandenen Energien abschöpfen zu können…

Dort konnte ich mir auch ein Auto ausleihen, das für die bevorstehende Arbeit sehr wichtig werden würde. Denn ohne Auto würde alles ewig dauern und bestimmte Bereiche wären einfach nicht erreichbar.

Ansonsten gab es keinerlei Zeit zur Vorbereitung. Nur ein paar Informationen im Bezug auf die Strecke und eine Strassenkarte hatte ich mit. Ein Tag Hinfahrt bis zum Donau-Ursprung und dann drei Tage von dort bis Linz – das war der ungefähre Plan. Ich wusste weder, welche Plätze ich zu besuchen habe, noch wo ich über Nacht bleiben würde. Und es gab erst recht keine Anweisungen im Bezug auf meine Arbeiten dort. Nur drei Steine waren mitzunehmen: der eine Herzstein aus dem Bach („der Schrei“), der rohe Lapislazuli und ein Stein aus Pele’s Vulkanreich… Dazu ein paar Salbeiblätter und ein Cedar-Zweig vom Einhornhügel in Canada.

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Als ich an diesem Donnerstag morgen beim Untersberg über die Grenze nach Deutschland fuhr, war es bereits sehr warm. Die Wächter des Berges waren präsent… und sie öffneten ein Tor. Die Flüsse in der Nähe des Berges waren solche, die viel weiter oben dann in die Donau fliessen…

Während der nächsten paar hundert Kilometer sollten sich die Temperaturen noch um einiges steigern. Die Klimaanlage im Auto aber zeigte keinerlei Ambitionen, ihrer Aufgabe nachzukommen. Zum Glück war ich geistesgegenwärtig genug gewesen, ein Schaffell mitzunehmen und so konnte ich die Klebrigkeit und Elektrostatik eines dieser Kunststoff-Autositze auf gute Weise ausgleichen. Es war zwar immer noch heiss genug, aber auf bestimmte Weise bringt ein solches Fell das Gefühl von Erdung und Ausgleich.

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Unendliche Autobahnkilometer, gefolgt von der endlos erscheinenden Fahrt entlang des Bodensees. Doch sie schien wichtig zu sein, denn es gab immer wieder die „Anweisung“, dort zu fahren. Warum, das sollte ich erst am nächsten Tag erfahren. In der Stadt Singen am Schwarzwald gab es dann einen Stop… doch auch da nur für ganz kurze Zeit, da sich das Auto sonst noch mehr erhitzen würde.

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Danach war ich bereits unterwegs Richtung Donaueschingen, dem Ursptungsort des Flusses – wie man uns erzählt. Am Tachometer war die Zahl 127777 zu lesen. Weit vorne zeigte sich eine ganz eigene Wolkenformation und ich wusste, dass da jemand bereits wartete…

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Ein erster Blick auf die Donau liess mein Herz schneller schlagen und ab nun war nicht mehr ich diejenige, welche die Donau suchte, sondern es war sie, die mich zu führen begann. Und ich nannte sie DANU. Дунай, Dunai – heisst sie im Russischen und das klingt sehr ähnlich. Wie eine grosse Frau, auch wie eine Drachin erschien sie immer wieder am Wolkenhimmel… und gab mir die Richtung vor. Und sie stand genau dort, wo sich mein heutiges Ziel befand.

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Donaueschingen war energetisch gebrochen und so fuhr ich mehrere Male um die Stadt herum, ohne die Richtung finden zu können. Immer wieder aber kam ich an der grossen Kaserne vorbei, die höchst irritierend war und wie ein Klammer im Ort, die etwas niederhielt, was nicht gesehen werden durfte. Die Auskunft eines ihrer Soldaten war genau so: irreführend und leer.

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Ein Augenblick des Innehaltens und der Einstimmung auf Danu, die Donaugöttin… dann ging es weiter und in eine Richtung, die ich weder gesucht noch beabsichtigt hatte. Aber es war wieder diese Führung, welche genau in die richtige Richtung lenkt. Als sich der Himmel dann noch für eine Weile verdunkelte und kühlender Regen herab kam, wusste ich, dass ich auf dem Weg war…

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Immer tiefer ging es jetzt hinein in den Schwarzwald, der Breg entlang, welcher einer der Donau-Ursprungsflüsse ist. Bussarde und Falken begleiteten mich den Weg von Furtwangen auf eine Höhenstrasse hinauf. Als ich dann von weit oben hinunter in Richtung der Fluss-Quelle blickte, waren meine Kameras plötzlich völlig blockiert. Und Danu deutete mir an, still zu werden und zu horchen… denn diese Quelle sei nur ein kleiner Teil ihrer Kraft, die hier und in der weiteren Umgebung tief drinnen lag.

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Der Wald flüsterte und die Felsen darunter vibrierten. Dann erfuhr ich, dass die Donau in einer Welt geboren wird, deren Geheimnisse von den Naturwesen und Elementen in grosser Hingabe gehütet werden. Und es dürfte kein Zufall sein, dass ihr Ursprung im Schwarzwald liegt, dem Geheimnisvollen … dass es da einen Bereich gibt, den man die „Schwarze Donau“ nennt und dass sie im Schwarzen Meer mündet. Das Schwarze repräsentiert in vielen Kulturen das Weibliche, das Mysterium der Schöpfung, die Materie als Mater, als Mutter … Und die Donau fliesst durch mehrere Länder, deren Völker sich dessen noch zutiefst bewusst sind. Danu nickte, als sie sah, dass ich verstanden habe. Hier war es noch einfach, sie zu hören. Ihre Sprache war klar und das Umfeld relativ still.

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Dann war es Zeit geworden, mir eine Unterkunft zu suchen, deren einzig wichtiges Kriterium es war, dass sie an diesem kleinen Fluss liegen musste. Schon auf der Fahrt nach Furtwangen war mir eine aufgefallen und genau sie sollte dann auch mein Ziel sein. Unendlich müde setzte ich mich in den Gastgarten, um mich ein wenig zu stärken.

Danach aber begab ich mich hinüber zum Wasser und zur ersten direkten Begegnung mit Danu. Die drei Steine wurden in das Wasser getaucht, während die Sonne ihre letzten Strahlen über den Fluss warf. Salbei und Einhorn-Cedar reinigten und segneten ihn. Das sollte nun jedesmal geschehen, wann immer ich am Fluss anhielt.

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Währenddessen stellten wir beide gemeinsam, Danu und ich, die Verbindung zur Lebenslinie des Planeten her. Das schien für diese Arbeit wichtig zu sein und in der Nacht ruhten die mitgebrachten Steine an der Sphinx, welche den grünen Strahl der Erde lange Zeit unter sich verborgen hatte. In unserem Zwiegespräch ging es dann um die Völker hier, die neue Kraft brauchen und um den „Schrei“, der schon viel zu lange nicht mehr aus ihrem Mund kommt. Und Danu verstand.

Früh am nächsten Morgen ging es bereits weiter, der Stadt Donau-Eschingen wieder entgegen. Bald schon war ein erster Stop an einem Hochwasser-Damm angesagt und es ging hier – wie bei allen weiteren solchen Energie-Klammern – um Entschärfung und wo immer es möglich war auch um eine Auflösung. Es war ein hier allerdings unlogisch, dass für ein so kleines Flüsschen ein derart riesiger Damm zu bauen war.

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Noch einmal kam ich an der Kaserne vorbei, deren Name „Donauquell“ war. In der Stadt gab es an diesem Tag einen Markt und der war genau dort, wo sich die Zufahrt zum Zusammenfluss der beiden Flüsse Breg und Brigach befand. Was auch immer ich versuchte, es gab kein Durchkommen. Also parkte ich das Auto und ging zur Touristen-Info, um wenigstens einmal einen grundlegenden Überblick zu bekommen.

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Bei einem Frühstück am zentralen Platz entschied ich mich dann zu einer Wanderung hinaus zum besagten Zusammenfluss und zwar entlang der Brigach. Der Weg ging durch den fürstlichen Park und es war ruhig dort. Sehr ruhig sogar. Das Schloss schien sich zu verstecken, doch an einer bestimmten Stelle kam jenes Quellchen hervor, welches von vielen als der wahre Ursprung der Donau betrachtet wird… und das in einem grossen Brunnen zwischen Kirche und Schloss eingefasst ist.

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Heron, der grosse Reiher, stand dann kurz vor dem Ziel im Wasser. Sein Schnabel zeigte nach vorne… zu Danu. Wenig wies darauf hin, dass hier nun die beiden kleinen Flüsse den gemeinsamen Namen „Donau“ erhalten. Eine einfache Tafel mit der Kilometerangabe, ein Schotterweg, ein kleiner Hang… und Schlamm nach den Hochwassern. Das war alles. Etwa fünfzig Meter weiter vorne geht eine Autobahn über den noch sehr zarten Fluss. Direkt am Zusammenfluss befindet sich ein Monument, das wenig einladend war.

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Lapis-blaue Libellen empfingen mich… und ich legte noch einmal die drei mitgebrachten Steine zusammen, um mich so auf die Donau einzustimmen. Dann war es Zeit, den Herzstein ins Wasser zu werfen. Ich hob den Arm, schaut zum Wasser und warf den Stein… der jedoch „verkantete“ und dann direkt hinter mir im hohen Ufergras landete. Ich sah genau, wo er herunterkam und begann zu suchen. Doch er war nicht mehr zu finden.

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Da umkreisten mich mehrere Libellen und ich hielt inne. Langsam verstand ich, dass das Herz und der „stumme Schrei der Völker“ hier an Land liegen bleiben sollte. Pele aber hatte sich bereit gemacht für die Kühlung ihres Feuers bei Danu… sodass es kultiviert und so den Völkern wieder übergeben werden konnte.

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Als ihr Stein im Wasser gelandet war, flog ein Falke auf und kreiste über mir… der Sonne entgegen. Dann war er verschwunden. Im nächsten Moment umkreiste mich ein ganzer Schwarm von lapis-blauen Libellen. Der Anfang zu dieser Arbeit war gemacht… Nun ging es weiter.

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Der Weg führte zunächst noch einmal zurück in die Stadt, vorbei am fürstlichen Schloss und hinunter zur angeblich „wahren Quelle“, für die soeben der Brunnen neu renoviert worden war. Am Wochenende sollte er dann – im Rahmen des Stadtfestes – eingeweiht werden.

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Es war Johannis-Tag und da es da eine Verbindung gab zu jenem eingangs erwähnten Verstorbenen, schaute ich mir auch kurz die oberhalb des Brunnens liegende Johannis-Kirche an… Sie zeigte das alte Leiden und die Strukturen, in denen die Menschen so lange festgehalten wurden. Diese Zeit aber geht nun zu Ende.

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Es war kurz nach Mittag, als ich die Stadt verliess. Überall waren bereits die Aufbauarbeiten für das grosse Fest am Wochenende im Gange. Und wieder war es brütend heiss. Von der Autobahnbrücke schaute ich noch einmal hinunter zum Zusammenfluss der beiden kleinen Flüsse Breg und Brigach, die ab hier Donau heissen. Noch einmal lauschte ich hinunter. Die Reise mit der grossen Flussgöttin hatte gerade erst begonnen.

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