Donau 3

Ingolstadt war das erste Ziel des neuen Tages… und so sass ich inmitten der Stadt am Ufer der Donau, um gemeinsam mit Danu die verworrenen Energien dort ein wenig zu entwirren. Plötzlich erschien der Stadtkreis hinter mir wie ein grosser Heissluftballon, dessen Fäden am Fluss vorne zusammen liefen und dessen Korb sich drüben am anderen Ufer befand.

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Befüllt aber wird er dort mit einem Treibstoff, der aus der Kristallisation des „Herrn der (vier) Ringe“ stammt, welcher sich gleich nach dem grosen Weltkrieg hier niederliess. Die Spuren waren damit verwischt und dem grandiosen Aufstieg eines Kultes aus der uralten Macht der Ringe stand nichts mehr im Wege. Man „horchte“ auf die Stimme der Ringe. Es war die Macht von einem, der auszog, um anderen das Fürchten zu lernen… vorher schon und eben nachher auch.

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Diese Qualität war der Stadt keine unbekannte, wusste sie doch als herzögliches Festungs- und Universitätszentrum seit Jahrhunderten, was Macht bedeutet und wie man Wissen umsetzt. Die sogenannte „Schanz“ gilt deshalb hier als Inbegriff von geballter Macht. Angesichts von Bedrohungen – wie etwa einer Invasion durch Napoleon (einen für die Hintergrund-Elite wichtigen Zerstörer alter Machtverhältnisse, um neue rechtfertigen zu können) – war es sicherlich immer wieder wichtig, sich hinter etwas verschanzen zu können.

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Ein Falke begann oberhalb seine Kreise zu ziehen… als Danu mich erinnerte, dass in der vergangenen Nacht noch etwas weiter zu führen war. Ihr blaues Band wurde nämlich erweitert, indem es zuerst mit der Lebenslinie und dann mit jenen Öffnungen an den Polen des Planeten verbunden wurde, welche nun schon seit einiger Zeit vorhanden sind. Es war ein Geschenk der Einhorn- und Erdhüterkraft.

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Nachdem ich auch hier den Lapislazuli in das Wasser getaucht und dem Fluss ein Salbei- und ein canadisches Cedarblatt (vom Einhornhügel) mitgegeben hatte, betrachteten Danu und ich dieses Band, wie es sich nun als strahlende Kraft durch die Stadt zog. Beim Blick von der Brücke fluss-abwärts sah ich dann, dass hiermit gerade Ebenen geöffnet wurden, die andere Zugänge zum Himmel ermöglichen, als es über Heissluftballone jemals möglich wäre.

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In weniger als einer halben Stunde fuhr ich bereits wieder aus der Stadt hinaus… weiter Richtung Vohburg. Die Donau schien hier nahe zu sein, aber es gab nur einen Weg hinein in den Ort, in dem ich dann wegen eines Stadtfestes für einige Zeit festgehalten war, da es zwar keine Absperrung aber auch kein Vorwärtskommen mehr gab.

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Bereits am Vormittag entwickelte sich wieder eine grosse Hitze und so war ich froh über eine Erfrischung an der Fähre von Eining bei Neustadt, in der alles so richtig urig-bayrisch ablief. Es war wie eine Oase der Ruhe und Einkehr trotz des grossen Radfahreraufkommens… und ein wunderbarer Ausblick auf die Kraft des Flusses und des Fliessens, dessen Schönheit in dieser Aulandschaft geradezu malerisch war.

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Mit Kelheim war ich wieder zurück in einem grossen touristischen Zentrum. Eine turmartige Festung, genannt die „Halle der Befreiung“, thront über der Stadt. Die ehemalige Herzogstadt der Wittelsbacher hat mit ihr durch König Ludwig I. ein Andenken an die Befreiungskriege gegen Napoleon erhalten, sagt man. Wofür sie sonst noch verwendet wurde, das ist – wie vieles von dieser Art – in den Nebeln der Zeit entschwunden.

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Hier fliesst auch der Rhein-Main-Donaukanal in den Fluss herein. Doch eine lähmende Betriebsamkeit liess mich – nachdem das „blaue Band der Donau“ durchgefädelt war – den Ort gleich wieder verlassen. „Einfach weiter fliessen“, sagt Danu und sie hatte es wohl einige Male wiederholt, weil irgendetwas die Durchlässigkeit hier auf allen Ebenen unterbunden hat. Es sei an der Zeit, die Siegesgöttinnen zu befreien, welche in diesem Befreiungstempel festgehalten waren. Ich horchte auf, ohne zunächst zu wissen, was das bedeuten würde…

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Kelheim liegt am unteren Ende des Donau-Durchbruchs, der wohl einer der berühmtesten Fluss-Abschnitte in Deutschland ist. Davor liegt das Kloster „Weltenburg“, welches ich zuvor zwar angefahren habe, zu dem es jedoch, ausser über eine längere Wanderung, für mich keinen Zugang gab. Intuitiv fuhr ich nun auf der anderen Seite noch einmal zurück, hinauf über eine kleine waldige Höhenstrasse. Ich hatte jedoch keine Ahnung, wo mich das hinführt oder ob es mich überhaupt irgendwo hinführen würde. Ein steiler Weg hinunter durch den dichten, kühlenden Wald… und da lag es nun vor mir. Ich war froh, dass ich es aus einer guten Entfernung betrachten konnte, denn es ging dort rund wie in einem Bienenstock. Massen von Touristen hatten sich eingefunden und es war – ob per Schiff oder zu Fuss – ein ständiges Kommen und Gehen.

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Da stand also an der geheimnisvollen Eintrittstelle in die felsige Flusskammer der Donau, die ihrer Regeneration und dem Zusammentreffen mit anderen Kräfte dient, diese riesige Benediktiner-Abtei und machte sich so zum Wächter „der anderen Art“. An der Austrittsstelle aber liegt Kelheim als der weltliche Teil dieser Art von Kontrolle. Es war unglaublich betriebsam an diesem grossen Flussbogen… Die Arbeit dort dauerte dann auch um einiges länger als jene zuvor in der grossen Stadt.

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Der Name des Klosters bringt bereits auf eine Spur, die ein solch beschaulicher Platz sonst wenig nahelegt: es ist eine Weltenburg, wie auch immer man sich eine solche vorstellen mag. Und in dieser Burg geht es um den König (Jupiter) und die Zahl 33 – den König, der gekreuzigt wurde. Diesbezüglich gibt es verschiedene Ebenen. Mit den 34 Siegesgöttinnen kommen wir dann in der burgartigen Halle am drüberen Ende des Durchbruchs bei der Königin (Venus) an, deren Kraft aufgeteilt und den Schlachtplätzen zugeteilt wurde. 34 Siege, 34 weisse Marmor-Göttinnen, die 3,3 Meter hoch sind, dahinter 18 Nischenbögen und dazu 17 Schilde in Gold für die 34 Göttinnen, ein 7 Meter hohes Eingangstor… wir sehen also, welche Handschrift das Ganze trägt. Alles fein säuberlich und eiskalt. Das „Herr der Ringe“-Spiel geht hier weiter, denn diese Figuren bilden einen Ring in der gigantischen Halle… einer, der sich um die Vollmacht der Frauen geschlossen und so ihre wahre Kraft abgelenkt hat. Man sagt, sie würden sich die Hände reichen. Doch auch das ist eine Täuschung.

http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/kelheim.htm

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Am Anfang dieses wichtigen Donau-Abschnittes steht also ein Kloster und es wird auch St.Georgs-Abtei genannt – das ist einer, der als Drachentöter publik gemacht wurde. Und an seinem Ende steht eine Ringhalle – und zwar auf dem sogenannten Michelsberg. Auch dieser Erzengel steht im Zusammenhang mit Drachentöten. Damit zeigt sich auch hier wieder ein Umleiten von Energien und ein Abschneiden von der feurigen Schöpferkraft, indem dieser hoch-energetische Drachenpunkt einfach eingenommen und mit unsichtbaren Dingen überschrieben worden ist.

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Schon um 600 dieser Zeitepoche hatte man gewusst, welche Punkte besetzt werden müssen, um genau das zu erreichen und hier lag einer der wichtigsten entlang des Flusses. Es seien irische Mönche gewesen mit den klingenden Namen Eustachius und Agilus. Auf diese Weise täuscht man mit ein paar armen Wandermönchen die Harmlosigkeit dieser Besetzung vor. Zuvor waren die Römer da… und bis heute benutzt man diesen überaus sensiblen Punkt für Zwecke, die hier keine Erwähnung mehr brauchen. Die berühmte Bierbrauerei ist eine harmlose Ablenkung, während ein Abt als Mitglied im okkulten Engelswerk über zwanzig Jahre lang diesem Platz mit seinem riesigen Bauwerk aus dem 19.Jahrhundert wohl einen anderen Stempel aufgedrückt hat.

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„Es geht jetzt um den DURCHBRUCH“, flüsterte Danu und augenblicklich war ich wieder in der Gegenwart angekommen. Sie war bereits an der Ring-Halle, um die Befreiung einzuleiten. Dazu legte sie ihr sanftes Band einfach um die weissen Göttinnen herum und trug sie nach unten, denn ihre Kraft ist das Fliessen… und nicht das Einnehmen eines Berges oder das Herbeiführen von Siegen in all diesen endlos hervorgebrachten Kriegen.

Dann nahm Danu, die Göttin dieses Flusses, sie hinein in ihre felsige Rückzugskammer und half ihnen, die steifen Kleider abzulegen, welche sie in ein Korsett der Machtlosigkeit zwangen, während sie nach aussen eine siegreiche Fassade präsentieren mussten, die ohne Leben war.

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Sie nahmen selber dann die Lorbeerkronen ab, die man ihnen zugestand, solange sie sich nur mit geschlossenen steinernen Flügeln zeigten. Danu führte sie in ihr tiefes belebendes Wasser hinein, bis sie sich wellenförmig in ihm bewegten… und langsam und sachte sich die Flügel des Aufbruchs und Durchbruchs öffnen konnten. Damit aber löste sich von ihnen der alte Bann, der ihre gebärende, nährende, lebengebende Kraft versiegelt und versteinert hat.

Mit vereinter Stimme und aus einem Herzen aber öffneten sie dann den Durchgang zwischen den beiden Plätzen … und er wurde daraufhin wieder der Obhut des Flusses selber übergeben. Die alten Macht-Signaturen aber nahm man heraus und löste sie im Strom des Wassers auf. „Die Drachenkraft kann nun zurückkehren“, murmelte es vom Fluss herauf, als ich bereits wieder hinüber nach Kelheim fuhr… und ich wusste, dass Plätze wie diese für den kommenden Durchbruch sehr wichtig sein werden.

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Noch einmal blickte ich auf den Michelshügel hinauf… Die Kraft an diesem „Torausgang“ des Flusses war nun eine ganz andere geworden, selbst wenn das monumentale Bauwerk wohl noch für einen Weile da oben thronen wird… Beim Griff nach der Macht der Frauen wird man sich ab nun nicht mehr auf die versteinerten Siegerinnen hier berufen können. Die Donau-Göttin hat schützend ihr Band um sie gelegt und sie sind lebendig geworden.

Mit gesammelten Kräften ging es dann weiter Richtung Regensburg. Ein erster Blick in das Zentrum noch aus einiger Entfernung und der Name der ersten Strasse, an deren Kreuzung ich anhielt, genügten… und ich war im Bilde über das, was mich hier erwarten sollte: „Galgenbergstrasse“ hiess sie und die Ampel für Fussgänger stand auf rot.

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Mit Regensburg war ich am nördlichsten Punkt der Donau angekommen. Einst römisches Feldlager, dann erste Hauptstadt Bayerns, Bischofssitz und Universitätsstadt… präsentiert sie sich heute als unesco-Kulturerbe – was auch immer das bedeuten mag. Die Geschichten, welche man den Menschen über Plätze wie diesen erzählt, sind junge Geschichten… während das Schweigen über ihre wahre Kraft und Bedeutung überaus „eindrucksvoll“ ist.

Der kleine Platz vor der „Steinernen Brücke“ wirkte malerisch, doch es war spürbar, dass bestimmte Energien am Rande der Kulisse abgeleitet und anderswo hin gelenkt werden.

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Beim ersten Blick auf die berühmte Steinbrücke trat dann etwas in Aktion, was mich sofort wieder an den Galgen erinnerte. Etwas begann sich um den Hals zuzuschnüren. Erst später sollte ich herausfinden, dass es hier tatsächlich einen Stadtteil gibt, der nach diesem Produkt kranker Herrschaftsregime benannt ist und er flankiert als 12.Bezirk die Innenstadt im Süden. Genau da aber befinden sich die Universität und die Hochschule der Stadt. Auch das Kasernenviertel ist dort und sicherlich leben da ganz viele Menschen. Das sollte uns wirklich zu denken geben.

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Weiter drüben fliesst der Fluss „Regen“ in die Donau und sie selber fliesst dann „drei-geteilt“ durch das Zentrum der Stadt. Dreifaltig ist auch das Wirken bestimmter Kräfte hier und das „all-sehende Auge“ scheint all-präsent zu sein. Wie wir es auch von anderen solchen Städten kennen, liegt das Dreigestirn (Dreieck) von kirchlicher Macht, Gerichtsbarkeit und eben solcher Galgenplätze oder auch Konzentrationslager (wie hier in der Stadt) ganz eng beisammen. Ob das wohl reiner Zufall ist?

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Die grosse Baustelle auf der Brücke zeigte ebenfalls auf, „was Sache war“: hier wurde umgeleitet, abgelenkt und ein direkter Blick auf das (wahre) Zentrum des Geschehens wurde verwehrt. Davor schon aber schien ich plötzlich die Verbindung zur Donau und ihrem blauen Band zu verlieren und das war ziemlich alarmierend. Wie ferngesteuert überquerte ich dann den Brückenbereich entlang der Baustelle… Ein roter Luftballon flog vorbei.

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Ich betrat nicht einmal mehr die Innenstadt, denn das Gefühl eines unglaublich dunklen Soges wurde unerträglich und so ging ich schnell wieder über die Brücke zurück und hinaus an den Platz, an dem alles beginnt.

Dort legte ich eine Pause ein – trotz der sengenden Hitze – und ich versuchte mich mit dem Rücken zum Stadtkern wieder zu sammeln. Jetzt erst fiel mir der Lapislazuli wieder ein… und nach ein paar Schlückchen Kaffee spürte ich auch wieder diejenige, mit der ich bis hierher gereist war. Sanft legte mir Danu jetzt ihr „blaues Band“ um die Schultern und ich spürte meine Kräfte zurückkommen.

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Abgesehen von alten Macht- und Missbrauchsgeschichten scheint hier etwas einem Höhepunkt zuzustreben und es ist dabei unheimlich geschäftig und umtriebig. Man hastet einem „Finale“ entgegen, wie es aussieht.

Hinter mir befand sich der berühmte Dom, der wie ein Brennglas wirkt für alle Kräfte, die vom gesamten Stadtgebiet in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Dort sammelt sich alles und dort wird diese geballte Energie über bestimmte Rituale verändert und dann für „andere“ Zwecke eingesetzt. Ich wusste ein wenig von einem gewissen Herrn, seines Zeichens Bruder des zurückgetretenen, aber immer noch seltsam amitierenden Papstes… und von dessen zweifelhaften Tätigkeiten mit den berühmten „Regensburger Domspatzen“, für die er trotz erdrückender Beweislast immer noch nicht verantwortlich gemacht wurde – weil eben kirchliche Macht, Rechtssprechung und Vollzug insgeheim ein und dasselbe sind.

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Jetzt erst lese ich, dass sein (auf vielen Ebenen) berühmterer Bruder ein Ehrenbürger dieser Stadt ist, in der er lange an der Universität doziert hatte. Die roten Schuhe, mit denen er sich dann als mächtigster Kirchenmann der Welt präsentiert hat, zeigen die Ebene an, auf der die Energien missbraucht und abgezweigt wurden und der rote Luftballon war symbolisch dafür, dass wir jetzt nahe an dem Punkt angekommen sind, an dem all das „in die Luft gehen“ wird. Es ist der Missbrauch der sexuellen Schöpferkraft, um die es hier geht und die beiden, die gerade jetzt ihr 65-jähriges Priesterjubiläum feiern, sind symptomatisch für das, was mit dem Einverständnis aller Machtbereiche unserer Gesellschaft auf höchster Ebene laufen darf – noch. Wer Galgen in die Welt setzt (und sei es auch nur im übertragenen und magisch-okkulten Sinn), wird wissen müssen, dass sich die Schlinge letztendlich dann um ihn selber zuziehen wird.

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Danu blieb bei all dem ihrer Kraft treu. Sie behielt ihr Fliessen bei und entfaltete sich einfach weiter – in aller Ruhe. Gerade in dieser lebendigen Stille aber lag die Kraft und bald schon war ihr „blaues Band“ durch die Stadt gezogen und die Verbindung zu diesem ursprünglichen Kraftort hier wieder weitgehend hergestellt. Es wird noch ein wenig dauern, bis alle Schichten erfasst sind… Aber der Anfang ist gemacht.

Hinter Regensburg liegt noch eines dieser grössenwahnsinnigen Bauten des vorhin genannten Königs, der – wie viele andere auch – die Produktivität des Volkes nutzte, um sie umgehend in solche Monumente hinein zu binden und sie so dann für seine eigene Macht zu nutzen. Aber es war für mich nicht mehr notwendig, diese „Walhalla“ zu besuchen, denn die Geschichte(n) begann(en) sich hier zu wiederholen.

Es war mittlerer Nachmittag. Von meinem „Ziel“ aber, heute abend Passau zu erreichen, war ich noch einigermassen weit entfernt….

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