Ent-Scheidung

Bevor ich mich auf den Weg nach Canada gemacht habe, war das Haus zu räumen. Zu gross war der Schaden durch das Frieren der Leitungen… Am Vogelplatz tauchte ein Bussard auf und keiner der unzähligen kleinen Gäste, die da ein- und ausflogen, schien etwas zu bemerken. Das war alarmierend. Am Tag darauf lief oben am Hang mitten am hell-lichten Tag ein Fuchs durch den Schnee. Keine Eile, keine Tarnung, keine Vorsicht. Auch das war aussergewöhnlich.

 

Eine unvorstellbar präzise Planung war in diesen Tagen notwendig, um beides – die Vorbereitung auf eine sehr herausfordernde Aufgabe am anderen Kontinent und das Räumen – einigermassen schaffen zu können.

Und als ich das Haus dann am frühen Morgen verliess, um mit dem Zug zum Flughafen zu fahren, war da eine Botschaft aus Vancouver, dass eines der Kinder, die ich für eine Weile übernehmen sollte, einen schweren Schlitten-Unfall hatte, dass man im Krankenhaus sei… Zwei Notfallsitzungen waren notwendig, bevor ich den Flughafen erreichte… Zu steil, zu schnell, zuviel auf einmal und keine Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben. Das war das, was der Unfall spiegelte.

Wir landeten in Vancouver bei einem Schneesturm und die Stadt war im Schnee-Chaos versunken, was im Februar höchst ungewöhnlich ist. Auch sonst schien alles Kopf zu stehen und die Pläne mussten geändert werden… Wir gingen der Mond-Finsternis entgegen.

Das war die Zeit, als in Neuseeland mehrere hundert Wale strandeten. Sie gehen nun in grossen Gruppen „nach Hause“, um uns in unsere Aufgabe zu entsenden. Die Zeit ist gekommen, dass wir für uns und für unseren Planeten voll und ganz die Verantwortung übernehmen.

Hohe Flexibilität, vollkommenes Eingestimmtsein und die Bereitschaft, einfach mit dem Fluss der Dinge zu gehen, waren wichtig für mich in diesen ersten zehn Tagen des absoluten Chaos hier. Die Anpassung an die Zeitverschiebung war diesmal auch herausfordernder, da ich einigermassen müde hier angekommen war.

Das gesamte kollektive Energiefeld am amerikanischen Kontinent wirkt momentan eigenartig überreizt, aggressiv und voll von tiefer Spaltung. Selbst die gesamte sogenannte erwachte Szene ist völlig ausser Rand und Band. Man ist ausnahmslos davon überzeugt, dass man mit dem neuen us-Präsidenten nun mit dem Teufel direkt konfrontiert sei.

Hinhören, dahinterschauen und sehen, was sich lange schon hinter der Szene abspielt, das scheint allen hier ziemlich unmöglich zu sein… Einen Schritt zurücktreten und einfach beobachten, ohne es zu beurteilen, ebenso. Ja, er hat eine bestimmte Aufgabe, dieser neue Präsident: nämlich, das System weit aufzureissen… Damit das aber niemand sieht, werden Angst und Panik gestreut und systematisch gezüchtet. Und die Spaltung wird ganz gezielt auch vorangetrieben. Die Menschen sind davon völlig gelähmt.

Man ist deshalb am besten ganz ruhig und horcht ihnen zu… Auch das braucht viel Präsenz und Eingestimmtsein, denn die Emotionen sind am Brodeln. Die Maske des guten amerikanischen Imperiums abzunehmen aber ist wohl auch kaum meine Aufgabe.

Am Anfang dieser Woche gab es eine „Pause“, als ich nämlich mit der Grossmutter dieser Kinder hinüber reiste nach Vancouver Island, in die Nähe jenes Platzes, an dem ich vor zwei Jahren den Winter verbracht hatte.

Und ich hatte eine Aufgabe dort. Die Azoren-Steine, von denen ich im Artikel „Phönix ohne Asche“ erzählte, waren mitzubringen:

Es war der Weihnachttag, als der Scheinwerfer erneut geschwenkt wurde, hinüber zu den Azoren. Ich hatte von dort im späteren Herbst noch einmal Steine bekommen …

Diese Steine waren nun aufzulegen und zwar auf eine Serviette mit einem Schmetterling. Ich schaute einfach zu, was geschah und sah, wie sie sich nahtlos zu einem vogel-artigen Wesen formierten. Der weisse Stein übernahm die Führung, als er sich erhob wie ein Phönix … und sein Gesicht war das eines Kindes – aber noch blass und ein wenig geisterhaft.

Und der Vogel tauchte ein in den tosenden Atlantik und brachte mit sich nach oben eine Schlange, die sich sofort erhob und in die Arme des Schlangenträgers heimkehrte. Der Stein, vereint mit allen anderen, war ihr Botschafter.

http://inner-resonance.net/2016/12/31/dez-2016-phonix-ohne-asche/

Jetzt ging es um den Ausgleich der Kräfte und um eine Botschaft des späten Atlantis an Lemurien: „Wir sind dabei, unsere alten Probleme zu lösen und den Weg der Zerstörung zu verlassen!“.

Ganz früh am Morgen schon war ich draussen am Strand. Es war noch finster, als ich eintauchte in die sanfte Welt des alten Lemurien. Orange-rot leuchtete es am fernen Horizont und ein Adlerpaar begann seinen Tanz über dem rauschenden Ozean. Es war Valentinstag.

Die Steine fanden ihren Platz dann in den Wurzeln eines Baumes, auf dem ein Paar der Weisskopf-Adler lebt. Es war ein lauter Pfiff und einer von ihnen flog auf. Das war das Signal dafür, dass sie die Hüterschaft übernehmen für diesen Prozess… bis der Phönix sich wieder erheben und das Feuer unserer wahren Existenz in uns brennen kann.Und wir befinden uns gerade im Jahr des Hahnes, das ist das Jahr des Phönix.

 

Der Rest meiner Zeit dort war sehr anstrengend, weil die Menschen hier Ruhe und Rückzug kaum mehr kennen. Fernseher und Radio müssen auch an einem Urlaubsort in voller Lautstärke laufen und es geht ständig um Planung und Tun. Dennoch spürte ich, dass es um ein neue Fein-Einstimmung ging… über alle schrillen Eindrücke hinweg.

Jetzt sind wir zurück von der Insel und es beginnt ein längerer Arbeitseinsatz mit den Kindern. Die Situation dort hat sich beruhigt. Doch auch diese Kinder sind in einen unglaublichen Zeitplan eingespannt.

Nächste Woche wird es eine Sonneneklipse geben. Sie findet im Sternzeichen Fische statt und mit ihr werden wir dieses Zeitalter zu einem Abschluss bringen. Die Wogen gehen momentan noch hoch und das Wasserelement ist schwer belastet, doch wir werden eine Ent-scheidung (aus der Scheidung herausgehen) treffen… ob wir weiter in der alten Trennung (Scheidung) ausharren wollen oder ob wir bereit sind, in all dem gegenwärtigen Chaos die Einheit mit allem in uns selber zu finden und damit mit allem, was IST.

 

 

Copyright: http://inner-resonance.net/ (Magda Wimmer)